Magazin für Literatur & Wellness

Hermann Hesses „Wanderung“

Ein Buch auf Rezept – angewandte Lesetherapie

Alle reden von Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Ich möchte dazu einen Vorschlag machen. Einen Vorschlag, bei dem ich im voraus weiß, dass die Politiker aller Parteien gequält aufschreien werden. Sie werden nämlich bei meinem Vorschlag nur neue Kosten auf sich zukommen sehen. Aber ich mache meinen Vorschlag trotzdem. Ich schlage vor, dass Ärzte bei manchen Krankheiten ein Buch verschreiben, so wie sie sonst ein Medikament verordnen, und dass es Bücher in der Apotheke auf Rezept und Krankenschein gibt. Natürlich denke ich dabei nicht an jedes beliebige Buch. Aber es gibt Bücher, von denen sich sagen lässt: Wer dieses Buch liest und danach tut, dem ist geholfen. Sie oder er kann auf etliche ...
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Von unsichtbaren Reisebegleitern

ENGEL ... „und Raphael geleite Dich“

Als ich studierte, waren Engel kein Thema. Nicht einmal bei Theologen. Heute möchte man sagen: Engel sind d a s Thema! Zumindest unter religiös interessierten und empfänglichen Zeitgenossen wird oft über Engel gesprochen. Und in den Buchhandlungen häufen sich Bücher über Engel und Geister. Auch an Tagungen und Workshops zum Thema „Engel“ fehlt es wahrhaftig nicht.
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Erhält Lesen jung?

Noch vor wenigen Jahren dachte man als Arzt oder Biologe bei der kombinierten Erwähnung von Gehirn und übrigem Körper spontan nur an die Steuerungsfunktionen des Gehirns. Der menschliche Geist blieb als wissenschaftlich nicht fassbar sowieso außerhalb einer körperbezogenen Betrachtungsweise. Das hat sich in den vergangenen Jahren entscheidend geändert. Neue medizinische Untersuchungsgeräte ermöglichen erstmals Einblicke in Stoffwechselvorgänge und Durchblutungsveränderungen des menschlichen Gehirn in Verbindung mit geistigen und körperlichen Beanspruchungen. So ist es heute beispielsweise möglich, selbst menschliche Gedanken auf einen Bildschirm sichtbar zu machen.
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